Kerstin Lau für Darmstadt - Foto: Ulli Liebig

Kerstin Lau gibt OB-Kandidatur bekannt

Erklärung zur Kandidatur von Kerstin

In den letzten Tagen und Wochen erreichten mich immer mehr Anfragen, ob ich nicht wieder als Kandidatin bei der nächsten OB Wahl kandidieren wolle.

Kerstin Lau für Darmstadt - Foto: Ulli Liebig
Foto: Ulli Liebig

Gerne werde ich wieder kandidieren und noch lieber möchte ich gewinnen.

Ich mache mich seit fast 20 Jahren im Darmstädter Stadtparlament stark für soziale Gerechtigkeit, Diversität, Inklusion, Solidarität und Menschlichkeit.

Meine Vision für Darmstadt ist eine Stadt für Alle. Eine Stadtgesellschaft, die keine Verlierer produziert und von Wertschätzung, Respekt und Verantwortung füreinander geprägt ist und Teilhabe ermöglicht. Diese Vision ist mein Antrieb für mein kommunalpolitisches Engagement, dass ich gerne auch in verantwortlicher Position als Oberbürgermeisterin umsetzen möchte.

Eine Stadt, die ausreichend finanzierbaren Wohn- und Lebensraum für alle Einkommen bietet, Potenziale von Kindern und Jugendlichen fördert, kulturelle Vielfalt stärkt, nachhaltig wirtschaftet, baut und investiert und mit Umweltschutz Lebensqualität sichert.

Ich liebe Darmstadt. Ich bin hier aufgewachsen, habe hier studiert, geheiratet, mich scheiden lassen, zwei Kinder groß großgezogen und die Stadt in vielen Dingen durch meine kommunalpolitische Arbeit mit Uffbasse mitgeprägt. Schon bei meiner letzten Kandidatur zur OB Wahl 2017 gelang es mir, als Außenseiterkandidatin 12,4 Prozent der Stimmen zu erhalten und den dritten Platz zu machen

Die vier Hauptproblemen unserer Zeit sind für mich Egoismus, Gier, Ignoranz und Apathie.

Ich bin der Überzeugung, dass Abgeordnete nach ihrem Gewissen und ihrer Verantwortung abstimmen sollen, nicht entlang der Vorgaben von Parteispitzen.

Grundsätzlich plädieren ich für das Modell der wechselnden Mehrheiten statt fester Koalitionen. Der Gewinn ist eine lebendigere, fruchtbare Demokratie. Ich bemühe mich seit fast 20 Jahren mit meiner Fraktion „Uffbasse“ darum, sachbezogen abzustimmen und die Ideologie draußen zu lassen.

Als Oberbürgermeisterin werde ich die Darmstädter Stadtverordnetenversammlung und den Magistrat von der Blockbildung befreien, in der immer nur die Koalition ihren Willen durchsetzt. Die Herausforderungen unserer Zeit sind so vielfältig, dass wir sie gemeinsam angehen müssen. Es gilt, die beste Lösung zu finden, jede gute Idee ist willkommen.

Es missfällt mir, dass es so viele Berufspolitiker gibt, die nach einem Politikstudium ohne weitere berufliche Erfahrungen in der freien Wirtschaft eine politische Tätigkeit aufnehmen, ohne das reale Leben zu kennen.

Als Uffbasse Mitgründerin (1993), Stadtverordnete (seit 2004) und Fraktionsvorsitzende (seit 2012) beträchtliche kommunalpolitische Erfahrungen gesammelt, um an der Spitze unserer Stadtverwaltung zu stehen. Trotz dieses jahrelangen Engagements, dass vieles bewegt hat, bin ich nie Teil dieses Systems geworden, habe nie nach Karrieremöglichkeiten in einer der etablierten Parteien gesucht, sondern bin immer unabhängig geblieben.

Neben einem abgeschlossenen Studium als Diplom-Sozialpädagogin habe ich noch Zusatzausbildungen als Coach und Mediatorin. Beruflich hat es mich nach meinem Studium in den Personalbereich eines in Darmstadt ansässigen Telekommunikationsunternehmens geführt, welches mir die Möglichkeit geboten hat, ein Führungskräfteentwicklungsprogramm zu durchlaufen und entsprechende Kompetenzen zu schärfen. Neue Herausforderungen führten mich dann in eine Karriere als Fachexpertin, seit 2017 sammele ich als Legal Expert Erfahrungen mit Revisionsthemen und verschiedenen Projekten. Aufgrund meiner vielfältigen Fähigkeiten und Qualifikationen traue ich es mir zu, vernünftige Entscheidungen zum Wohl der Bürgerinnen und Bürger dieser liebenswerten Stadt zu fällen.

Ich möchte mit meiner Kandidatur zeigen, was Menschen alles erreichen können, wenn sie zusammenstehen und sich gegenseitig unterstützen. Jeder von uns hat so viel Ressourcen in sich. Da, wo Menschen an etwas glauben und solidarisch sind, werden Dinge möglich gemacht. Das gelingt im Kleinen, aber auch bei großen Themen. Jeder von uns hat Interesse daran, in einer lebendigen, kreativen, wertschätzenden, offenen Stadtgesellschaft zu leben und gemeinsam werden wir dies auch erreichen.

Und das unterscheidet auch die inhaltliche Differenzierung. Man braucht nicht immer viel Geld und es muss nicht alles immer höher, schneller, weiter sein. Wichtiger, als ständig hochtrabende Projekte und Titel zu sammeln ist es, nach kreativen Lösungen zu suchen und sich auf das zu besinnen, was einfach und machbar ist. Wenn wir eine Zukunft möchten, müssen wir bedürfnisorientiert handeln und nicht dem ewigen (Alp-)Traum vom ewigen Wachstum hinterherjagen.

Ich bin der Durchschnitt in Darmstadt. Ich habe ein Einkommen, dass etwas über dem bundesweiten Durchschnitt liegt und erfahre trotzdem, wie schwierig es ist, in einer so reichen Stadt zurechtzukommen. Ich kenne die Sportangebote, die Schulen und die Quantität und die Qualität von Betreuungsangeboten aus eigener Erfahrung. Ich laufe, nutze den ÖPNV, fahre Fahrrad und benötige trotzdem ein Auto, weil ich ansonsten meinen Alltag nicht erledigt bekäme. Ich kenne die Gegebenheiten eines Wirtschaftsunternehmens, die Umstrukturierungen, die Sorgen um den Arbeitsplatz, den Druck. Ich gehöre zu den vielen Menschen, die relativ gut leben, aber keine größeren Ersparnisse anhäufen können und deren Wohlstand und Sicherheit vor allem davon abhängt, dass sie ihr wichtigstes Kapital erhalten: ihre Gesundheit.

Die kommenden Jahre werden (kommunal) politisch und individuell nicht leicht werden.

Es wäre gut, wenn ein Mensch wie ich regieren würde. Ich habe ein großes Gerechtigkeitsempfinden und den Mut, Dinge zu verändern. Ich kann sehr unbequem und stur den richtigen Menschen gegenüber sein und aber auch sehr gut positiv motivieren. Ich bin ehrlich und möchte mich nicht bereichern. Ich finde schnell Zugang zu den Herzen der Menschen, ohne das jemals zu missbrauchen.  Ich bin positiv, belastbar und sehr verbindend über alle Bevölkerungsgruppen hinweg, sowie fair und bodenständig. Ich habe nicht die schnellen, druckreifen aber dafür oft inhaltsleeren Antworten, wie sie politisch so in Mode sind, dafür setze ich meine Worte auch um.

Meine Kandidatur ist auch eine klare Kampfansage an alle Menschenverachter und Rechtspopulisten: Ihr habt keinen Platz in Darmstadt. Uffbasse hat schon gegen Rechtsradikale gekämpft, als die etablierte Politik das Thema noch totgeschwiegen hat. Wir haben dafür gesorgt, dass sich solche Gruppierungen in Darmstadt nicht treffen können und keine städtischen Räume vermietet bekommen. Man hat über uns gelacht und uns vorgeworfen, wir hätten Hirngespinste und würden Gespenster an die Wand malen.

Hierfür stehe ich, für ein soziales Miteinander, für gelungene Integration, einen guten Umgang miteinander, die Freiheit des Andersdenkenden – solange sich dieses Andersdenken an den Werten des Grundgesetzes orientiert. Ich dulde keine Hetze, keine Abwertung, keinen Rassismus, keine Homophobie und keine Diskriminierung.  –

Kerstin Lau

Quelle: Die Uffbasse-Web-Seite

Foto: Ulli Liebig

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